| 4CK ÜFA Messe in Prag |
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Der Jahrgang IVc der Handelsakademie Tulln besuchte die Internationale Übungsfirmenmesse in Prag und erkundete Kultur und Kunst der tschechischen Hauptstadt.
Vom 29. bis 31. März fand in der Incheba Arena auf dem Prager Messegelände die „17th Trade Fair of Student Firms 2011“ statt. Bei dieser Veranstaltung präsentierten sich Übungsfirmen von Schulen aus zahlreichen europäischen Ländern. Die Handelsakademie Tulln war mit dem Jahrgang IVc und ihrer Übungsfirma „glass'n'art
Der nach Ideen der SchülerInnen und Schüler gestaltete Messestand, der viel Lob einheimste, präsentierte sich ganz im Zeichen der k. und k. Monarchie. Die passenden stilechten Outfits des Verkaufsteams erregten eine Menge Aufmerksamkeit und animierten zahlreiche interessierte Gäste, mit „glass’n’art“ Geschäfte zu machen. In den Kundengesprächen hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das in der ÜFA erworbene theoretische Rüstzeug praktisch umzusetzen und Einblicke in die „echte“ Geschäftswelt in einem internationalen Rahmen zu gewinnen. Kaufmännische Kenntnisse, Verhandlungsgeschick und das eine oder andere fremdsprachige Vokabel waren dann bei den eigenen Einkäufen bei anderen Übungsfirmen gefragt.
Während eine Hälfte der Klasse sich jeweils dem Messebetrieb widmete, erkundete die andere die kulturellen Schönheiten der Stadt Prag: Beeindruckend war der Besuch im ehemaligen Ghetto Theresienstadt (Terezin), wo ein Angehöriger des Gedenkdienstes die Jugendlichen durch die weitläufige Anlage führte und anschaulich eine Menge zeitgeschichtliches Wissen vermitteln konnte. In Prag selbst standen die Besichtigung der Altstadt mit der Astronomischen Uhr und dem Altstädter Ring, des jüdischen Viertels (Josefov) mit den Synagogen und dem jüdischen Friedhof, der Burg (Hradschin) und der Kleinseite auf dem Programm. Eine Schifffahrt auf der Moldau und ein Spaziergang mit dem Schwerpunkt „Kommunismus und Samtene Revolution“ boten weitere Gelegenheiten, verschiedene Seiten der Goldenen Stadt kennen zu lernen. Dem geheimnisvollen, mystischen und gruseligen Prag war der erste Abend gewidmet: Im Rahmen einer „Geistertour“ lernte man die dunklen Seiten der Stadt kennen und angeblich wurde in finsteren Gassen und schattigen Katakomben auch das eine oder andere Geist gesichtet und fotografiert. Eher zum Lachen und Staunen reizte ein Besuch der Show „Africania“ im Schwarzen Theater, für das Prag berühmt ist, am Abend des zweiten Tages.
Die Schülerinnen und Schüler nahmen von den drei Tagen an der Moldau viele Eindrücke sowohl in fachlicher Hinsicht als auch in Bezug auf ihr kulturelles und geschichtliches Wissen mit an die Donau. Auf jeden Fall können sie jetzt den Schriftsteller Franz Kafka besser verstehen, wenn er über die Faszination seiner Heimatstadt sagte: „Prag lässt nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen.“
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Geschäfte und Geschichte in der Goldenen Stadt